Tag 13 - Einer der letzten seines Berufstandes

Wie ein Kohlenhändler aus Duisburg versucht, in einem schrumpfenden Markt zu überleben - und jetzt aufgrund der steigenden Öl- und Gaspreise neue Hoffnung schöpft. 

„Anthrazit, so hieß auch eine Kohleart, die teuerste damals, und wer kann das Wort hören, ohne an die Haufen zu denken, die an manchen Nachmittagen vor den Kellerfenstern der verschneiten Siedlung lagen. Dann war die Enttäuschung groß, und man verstand plötzlich, warum man so wenig Schulaufgaben bekommen hatte. Dann gab es nur Butterbrote oder Linsensuppe, und anschließend wurden Eimer geschleppt bis in die Dunkelheit hinein. Knochenarbeit.“ So beschreibt der Schriftsteller Ralf Rothmann in seinem Roman „Milch und Kohle“ die Kindheit des Ich-Erzählers Simon in den Sechziger Jahren im Ruhrgebiet.

 

Die Sechziger Jahre, als die Kokshaufen noch vor jeder Tür lagen, die gehörten für die Kohlenhändler im Revier zu den besten Zeiten. „Damals hatte unser Betrieb 120 Mitarbeiter, heute haben wir noch 20 Leute“, sagt KFK-Geschäftsführer Hugo Wietfeld. Das Kohlen- und Frachtenkontor in Duisburg-Meiderich ist einer der letzten klassischen Kohlenhändler in der Region.

Vor 40 Jahren leitete Wietfelds Vater die Geschäfte, und die Kohle kam aus den Zechen der Umgebung. Heute liefert Wietfeld seinen Kunden Importkohle aus Polen, Tschechien und Russland.

KFK hat den Strukturwandel im Ruhrgebiet hautnah miterlebt. „Mit dem Sterben der Zechen wurde auch der Niedergang des traditionellen Kohlenhandels eingeläutet“, sagt der 45-Jährige. In den Siebzigern bescherte der Aufstieg des Erdöls der Branche zusätzliche Probleme. Die Neunziger sorgten mit dem Fall der Mauer und den Kohleheizungen in Ostdeutschland kurzzeitig für florierende Geschäfte. Doch jetzt, meint Wietfeld, „sind wir an einem Wendepunkt: Es geht nur noch abwärts.“

Auf dem Hof der KFK im Duisburger Norden liegen mehrere Halden voller Kohle. Zwei stämmige Mitarbeiter packen die lose Kohle in alte Kaffeesäcke und verstauen sie auf einem grünen Kleinlaster. Gleich geht es los zur nächsten Fuhre. 300 bis 400 Säcke schleppen sie pro Tag in die Keller der privaten Kunden. Knochenarbeit eben.

Doch es gibt immer weniger Abnehmer für die früher als schwarzes Gold verklärte Kohle. KFK verliert im Geschäft mit den Privathaushalten jedes Jahr zehn Prozent seiner Kunden. „Nur noch alte Leute und ausländische Mitbürger heizen mit Kohle“, sagt Wietfeld, „es gibt zwar keine billigere Heizung als Kohle, aber es ist eben mit Dreck und Arbeit verbunden.“ Und so kommen keine neuen Kunden mehr nach. Im Großhandel, wo KFK mittelständische Betriebe wie Gärtnereien beliefert, machen inzwischen die Großen wie die RAG, seit kurzem in Evonik umbenannt, Konkurrenz.

 

Das Duisburger Unternehmen profitiert derzeit einzig von dem Umstand, dass immer mehr Kohlenhändler aufhören und KFK deren Kunden teilweise übernehmen kann. „In Mülheim gab es früher 25 Kohlehändler, heute sind wir da konkurrenzlos“, sagt der KFK-Chef. Inzwischen hat das Unternehmen seinen Radius auch auf die benachbarten Städte wie Essen ausgeweitet.

Und wo sieht KFK in einem solch schrumpfenden Markt seine Zukunft? Hugo Wietfeld hält länger inne und anwortet dann: „Diese Frage stellen wir uns immer wieder. Wir sind ständig auf der Suche nach artverwandten Geschäften, nach einem zweiten Standbein,.“ Der Unternehmer im dunkelblauen Sakko und kariertem Hemd hat in der Vergangenheit schon einiges ausprobiert. Mal hat KFK sich im Brennstoffhandel, mal im Gerüstbau versucht. Heute führt Wietfeld nebenbei eine kleine Spedition mit zehn Fahrzeugen, mit der er Umfuhren für andere Betriebe im Revier macht. Zudem hat er sein Angebot um Nischenprodukte wie Holzpellets erweitert, um so am aktuellen Kamin-Boom teilzuhaben. Und zur Zeit denkt er darüber nach, „in Richtung Dienstleistung“ zu expandieren.

Wietfeld lässt sich nicht unterkriegen. Seit 50 Jahren besteht KFK schon - und sein Vater und er haben immer eine Lösung für die Probleme gefunden. Dass er an seine Zukunft glaubt, beweist die Tatsache, dass er vor einem Jahr seinen Sohn, einen gelernten Groß- und Außenhandelskaufmann, in den Betrieb geholt hat. „Wir sind zwar klein, aber schnell und flexibel“, beschreibt Wietfeld den Trumpf seiner Firma.

Nachtrag / 10.4.2008 :

Die Preise von Gas und Öl sind im Winter 2007/08 explodiert, die Verbraucher schauen sich nach günstigeren Brennstoffen um - Zeit für eine Nachfrage bei unserem Duisburger Kohlenhändler.

Hugo Wietfeld blickt heute deutlich optimistischer in die Zukunft als noch bei unserem letzten Besuch vor rund einem halben Jahr. Die Wintersaison lief - trotz des milden Wetters - "ganz gut". Erstmals seit Jahren ist das Geschäft mit Privatkunden nicht rückläufig, sondern stagniert. Das hat auch mit den gestiegenen Energiekosten zu tun: "Die Leute schauen sich nach Alternativen um. Und Kohle ist nun mal rund 50 Prozent billiger als Strom und Gas", sagt der KFK-Geschäftsführer. Inzwischen liefert er seine Ware im Umkreis von 100 Kilometern aus. Und: Sogar aus Holland fahren Kunden zu ihm auf den Hof und laden ihre Kleinlaster mit Kohle voll. 

"Es ist Bewegung im Markt", freut sich Wietfeld. Er registriert bereits erste Eigentümer im Ruhrgebiet, die ihre Mehrfamilienhäuser auf Kohleheizung umrüsten. Die modernen Zentralöfen stehen heute im Keller, das schmutzige und arbeitsintensive Befeuern in den Wohnungen entfällt. Weil hierzulande kaum noch solche Öfen hergestellt werden, werden die Brennkessel aus Izmir (Türkei) importiert. Erst neulich hat sich bei KFK ein türkischstämmiger Sanitärunternehmer aus Oberhausen gemeldet, der im Keller eines Sechs-Parteien-Wohnhauses einen Showraum für Kohleöfen einrichten will - und einen Kohlenhändler für seine potentiellen Kunden sucht. Es scheint, als ob Wietfelds Durchhaltevermögen sich langsam auszahlt. 

Kommentare:

hoffmann friedhelm schreibt am 30.10.2019 20:03:

ab warten, war selber auf den Pütt , und last mal nach ein paar tage vergehen, wir bekommen einen nach schlag an energie kosten !! da wünschten wir uns die Pütts wären noch offen.

Per-Eko schreibt am 09.10.2014 09:05:

Auch wir haben uns nach der Sanierung unseres 100 Jährigen Haus Gedanken gemacht wie wir das Haus Preisgünstig beheizen könnten.

Das Haus würde früher von 3 Kohleöfen und einen Badeofen beheizt.
Da Gas und Öl für uns nicht in Frage kam blieb ja nur noch Pellets oder Kohle übrig alles andere wäre vom Anschaffungspreis zu Teuer gewesen.

Da ich Kontakte nach Polen haben; haben wir uns für einen Brenner entschieden der einen Zubringer sowie ein Bunker hat.
Der Bunker wird je nach Witterung alle 2 Wochen gefüllt und 1 Mal die Woche wird die Asche entfernt.

Der Brenner läuft jetzt schon im 4 Jahr und Probleme gab es bis Heute nicht.

Kohle ist zzt das günstigste was es auf dem Markt gibt. Ich bekomme Sie jedes Jahr aus Polen geliefert alles total Easy.

Kohlenfreund schreibt am 07.07.2014 22:21:

Der Schlüssel für die (Nische) Kohle liegt im Bereich der Zentralheizungen in der Vermarktung vielstofffähiger Pelletöfen/pelletfähiger Kohleöfen. Im Bereich der Einzelöfen ist die Zeit als vollwertiger Heizungsersatz wohl endgültig vorbei. Auch hier bliebe eine Kohle/Pelletkombination oder, wie bei mir, ein Dauerbrandofen als bewusst gewählter Spender behaglicher und bezahlbarer Wärme unter Verzicht auf das Flammenspiel zugunsten der Dauerbrandfähigkeit - als Ergänzung zur/Entlastung der Zentralheizung.

Socko schreibt am 20.04.2014 09:38:

Kohle ist für mich eine Möglichkeit bis zur "totalen Energiewende" umweltverträglich um preisstabil Häuser zu beheizen. Damit sind wir unabhängig vom Ausland, sichern deutsche Arbeitsplätze und die Wertschöpfung bleibt im Land.

Es ist ein Irrtum zu glauben Kohle würde einen höheren CO2 Ausstoß haben als andere Brennstoffe. Auf den Wirkungsgrad kommt es an. Dieser liegt bei heutigen automatischen Kohleheizsystemen bei mehr als 90% und ist damit keineswegs schädlicher als Gas oder Öl. Autofahren ist deutlich schlimmer mit einem Wirkungsgrad von max. 30% !!!

Was und fehlt ist ein Forum für "Kohleheizer", wo Erfahrungen und Berichte ausgetausch werden können.

P.S. So rufe auch Firmen wie KFK dazu auf ggf. auf Informationen und Hersteller zu verlinken die außerhalb des Mainstream entwickeln und forschen.

Hermann Hollmann schreibt am 07.03.2014 13:37:

Steinkohle ist ein Naturprodukt. Also unterscheiden sich die Eigenschaften der Kohle aus Ibbenbüren und anderswo in den chemischen Bestandteilen.

Eine Sorte Steinkohle, die man aus einer Grube von dort z.B. kennt, hat flüchtige Bestandteile von über 25%, Ibbenbürener Anthrazit hat im Schnitt nur 5,5% Flüchtige.

Weitere Erläuterungen zum Thema Anthrazitkohle Eigenschaften findet man z.B. hier:
http://www.hausbrand-anthrazit.de/typische-werte/

Die Anthrazitkohle von KCP Kehrbaum erreicht die durchschnittlichen Werte einer Ibbenbürener Anthrazit Nusskohle mit Hilfe einer speziellen Kohle-Aufbereitungsanlage, um den Markt langfristig mit einem vergleichbaren Produkt zu versorgen.

Timur schreibt am 21.01.2014 20:39:

Hallo was ist eigendlich der Unterschied zwischen anthrazit nuss 5 aus Ibb und aus Polen kennt den einer oder tut sich da nichts ?

Tanja schreibt am 26.12.2013 21:06:

Gibt es in NRW noch günstige Kohlenhändler die auch liefern ???
LG

georg schreibt am 25.04.2013 12:50:

Hallo,

Wenn Sie Kohle, Anthrazit und andere Brennstoffe bester Qualität und zum besten Preis suchen dan Rufen Sie mich an oder Schreiben Sie mir eine Nachricht

+48 533 552 557

Kumpel schreibt am 01.11.2012 19:22:

@weltkind

Mal wieder auf einen aktuellen Wissensstand bringen lassen. Moderne Kohleheizkessel haben einen Wirkungsgrad von über 89%

Glückauf!

MB schreibt am 23.12.2011 12:33:

Hallo!
Da auch wir (Randgebiet Berlin) im Frühjahr wieder eine Tonne Briketts brauchen werden, stellt sich die Frage nach einem günstigen Lieferanten.
Vielleicht aus Polen?
Leider habe ich keine Kontaktadressen.
Vielleicht kann mir jemand einen Lieferantenkontakt senden?
Herzlichen Dank und freundliche Grüße
Mick

Harald schreibt am 07.10.2011 21:05:

Ich suche Anthrazit Nuss 2oder3 bis 200€ pro Tonne.Komme aus Castrop-Rauxel.Selbstabholung wäre möglich.

Thomas Engelbert schreibt am 23.09.2011 09:22:

Hallo zusammen, ich suche ca 1200 gebrauchte jute Kohlensäcke! Im Rahmen von manifesta9, Europäische Biennale die 2012 in einem alten Zechenkomplex in Genk, Belgien stattfinden und sich rings um die "Kohlekultur" dreht wird, wollen wir eine Arbeit des berühmten Marcel Duchamp aus der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts reproduzieren (http://www.artvalue.com/auctionresult--duchamp-marcel-1887-1968-franc-1200-sacs-a-charbon-suspendus-2655065.htm).
In Belgien scheinen die an den Kohlebergbau angeschlossenen Industriezweige weitgehend ausgestorben, daher suche ich nun im Pott!
Ich wäre jedem der einen Tipp hat, wo ich 1200 alte Kohlesäcke auftreiben könnte sehr dankbar!
Alles GUte,
Thomas

Leierkastenmann schreibt am 16.02.2011 16:16:

Wer kann mir Auskunft geben wo ich Kohle bekomme im Raum Datteln....Kreis Recklinghausen....Danke

Plogmaker Andreas schreibt am 05.12.2010 11:20:

Wer weißt einen günstigen Kohlen Händler für Anthrazit komme aus Werne ( 59368 )Ich bedanke mich schon in vorraus

Werner Borowski schreibt am 28.09.2010 17:46:

Im Winter 2009 bezahlte ich für die Tonne Anthrazit AIII in Säcken 240€. Eine gute Sache.Gestern orderte ich wieder neu und musste erfahren, dass es angeblich eine Preissteigerung von über 50% gibt und die gleiche Kohle 380€ pro Tonne kosten soll.
Das meinte mein Kohlehändler. Jetzt frage ich die Experten: Stimmt das wirklich?
Und wenn ja, wieso? Und wo geht es günstiger?

Juergen Arnold schreibt am 15.01.2010 10:47:

Hallo,
Ich suche Händler die Antrhazit brech 5 verkaufen und diese zu mögligst günstigen Preisen nach Hamm (Westfalen) Liefern
Wer kann mir da helfen?

Polopo schreibt am 04.12.2009 22:01:

www.kfk-duisburg.de

Gül schreibt am 02.12.2009 21:15:

Ich suche Antrazitkohle,für 190 € ,mit Lieferung,habe vorher 190€ Bezahlt mit Lieferung,Leider macht der es nicht mehr wegen Krakheitsfall,wer kennt jemand unter der Preislage Bitte Melden!!!!!

Josef Ciesielski schreibt am 23.07.2009 15:40:

Ich schwöre seit jeher auf die wohlige
Wärme der Kohle.
Nun hat mein Heizkessel seinen Geist auf-
gegeben und ich bin auf der Suche nach
einem neuen.
Gibt es eine Liste in der alle Kohleheiz-
kesselhersteller aufgeführt sind um Preis
-und Qualitätsunterschiede vergleichen zu
können?

willi schreibt am 01.05.2009 10:09:

Hallo,
ich heize seit 1991 mit antrazit nuss 5 ,von kfk ,mein 4 etagen haus ,meine heizung ist halb automatisch .von 2003 bis 2008 habe ich gerade mal 4% pro jahr preissteigerung . ich will keine andere heizung .gebe gerne auskunft über den deutschen hersteller.( fa. hofmeier aus ibbenbühren)
M.f.G. Willi

Katja schreibt am 22.11.2008 21:11:

@ Macher: wir sind da leider die falschen Ansprechpartner. Kohleofenanschlussgenehmigungsfragen sind nicht unsere Expertise.
vielleicht kann KfK helfen? Telefonnummer siehe weiter unten in Annettes Kommentar.

Macher schreibt am 21.11.2008 10:07:

Unser Schornsteinfeger will einen kleinen Buderus-Kohleofen nicht abnehmen (nicht mal anschauen)! Ich möchte ihn aber gern wieder anschließen. Was tun? Typenschild leider nicht vorhanden. Einfach "Allesbrenner" benannt.

Katja schreibt am 20.07.2008 13:02:

Lieber Herr Imbach:

Also wir liefern gar nix!
Wir haben nur über einen Kohlenhändler berichtet. Sie könnten mal bei KFK nachfragen, Telefonnummer weiter unten in einem Kommentar von Annette.

Herzliche Grüße Katja Marjan von Pott2null

Herbert Imbach schreibt am 20.07.2008 09:16:


Liefern Sie auch Braunkohlebriketts bis
Postleitz.59505

Annette schreibt am 07.07.2008 09:55:

@ ariadne / hertel

Zur Zeit kosten bei KFK 100 Kilogramm lose Anthrazitkohle Nuss 5 rund 25 Euro. Eine Tonne kostet dann entsprechend rund 250 Euro. Weitere Preisauskünfte unter der KFK-Nummer 0203 /45 66 833.

hertel schreibt am 06.07.2008 08:32:

was kostet eine tonne anthratitm nuss 5

ariadne schreibt am 01.07.2008 11:52:

neugierig geworden möchte ich anfragen, wieviel 100 kg anthrazitkohle kosten.
danke
ariadne

Ralf Loos schreibt am 27.06.2008 15:37:

Hallo,

ein sehr schöner Artikel, in Zeiten wo die Kohle immer weniger wird. Man weiß kaum noch, wo man gute Kohle bekommen kann. Um so schöner das es das KFK gibt, wo es Kohle in allen Größen gibt. Schade nur, dass das KFK keine eigene Internetseiten besitzt, aus der hervor geht, welche Produkte es dort gibt, wo es sich befindet und welche Öffnungszeiten es hat. Aber ich kann nur sagen, Kopf hoch und durchhalten. Wenn das Öl alle ist, werden bestimmt einige Zechen wieder aufmachen.

Gruß aus dem Siegerland, wo die Berge durchlöchert sind von Erzbergwerksgruben.

Hans-Heinrich Plegge schreibt am 22.05.2008 14:03:

Lieber Kollege,
wir sehen bei diesen Ölpreisen doch wieder das Licht im Tunnel. Also noch etwas durchhalten. Leider ist es im \"Großen\" bereits zu einer Monopolisierung gekommen und das gefällt dem Mittelstand überhaupt nicht.
Jetzt spricht der Preis: Deutsche Anthrazitkohle mit einem Preisäquivalent auf Heizöl für 30 - 35 ct/ltr brutto. Na ist das nicht etwas, liebe Interessierte!

Werner Küching schreibt am 21.05.2008 05:13:

Seit einigen Jahren bin ich zufriedener Kunde bei KFK und hoffe es bleiben zu können. Geheizt wird bei uns mit Koks - weil es vernünftig ist. Der "Dreck" hält sich mit ein wenig Übung in Grenzen und eine Kokszentralheizung ist so viel Arbeit nun auch wieder nicht. Der Service von KFK ist wirklich gut. Die beiden jungen Männer, die den Koks in den Keller schaffen, sind hilfsbereit und erledigen ihren Job sauber. Danke und ein großes Lob und: Bitte weitermachen!

Nicole schreibt am 22.03.2008 19:23:

Also ich muss sagen das ich sehr gern mit Kohle heize aus mehreren Gründen.Der erste Grund ist es ist eine schönere Wärme.Der zweite Grund ist ich Koche im Winter nur auf mein Ofen nicht auf mein E Herd.Ich bezahle nur 39€ Strom jeden Monat da ich kaum Strom brauche.Ok es ist natürlich auch viel Schleperei jedesmal bis in die erste Etage aber trotzdem.Ok es macht Staub und Dreck ja das will ich wohl nicht abstreiten und manchmal Ärgert es mich auch.Aber lieber ärger ich mich über den Staub und den Dreck als über eine Heizungsabrechnung die ich nicht oder nur schwer bezahlen kann.Ich denke sie werden eine neue nicht alte (bin 38) Kundin bekommen.:) nun wünsche ich ihnen Frohe Ostern

Martin Ingolstadt schreibt am 01.11.2007 14:32:

Parole: Durchhalten!
Bei den derzeitigen Rekordpreisen von Heizöl, die auf Dauer gesehen auch nicht mehr wesentlich fallen werden, wird sich der ein oder andere doch überlegen, ob man sich nicht wieder die Finger schmutzig macht, und lieber ein paar Briketts "nachlegt".
Nach 25Jahren zentraler Ölheizung kommt in meinen Keller nächstes Jahr wieder ein Kohle-Kessel dazu! Mir reichts vom Ölpreis-Wucher!

Andreas Wildhagen schreibt am 20.09.2007 17:40:

Wer mit Kohle heizt, muss etwa eine Stunde früher aufstehen. Früher auch deswegen, um Warmwasser zu bekommen. Kohlebefeuerung ist nicht nur "schmutzig", sondern auch romantisch. Der Geruch von Braunkohle zum Beispiel erinnert an lange Winterabende. Schlimmer als mit Kohle zu heizen, ist den Ofen mit Torf zu befeuern. Das wissen die Ostfriesen. Da war Kohle ein großer Fortschritt.

weltkind schreibt am 19.09.2007 15:36:

Besonders gelungen fand ich den Einstieg mit Rothmann.

Das Dilemma des Kohlehändlers zeigt aber auch die Krux vieler hausgemachter Probleme im Revier: die Unflexibilität und die Langsamkeit der Leute. Während woanders längst umgesattelt worden ist, denkt man hier "noch nach" - obwohl der Zug längst abgefahren ist. Über die Qualität der Importkohle aus Polen (sie verbrennt viel schneller und setzt noch mehr Rückstände frei als die heimische) könnte man sich auch so seine Gedanken machen.....

Und im Ernst, bei aller Kohlenromantik: Wer will wirklich heute noch flächendeckend umweltbelastende, krebserregende, luft verschmutzende und die Häuser grau färbende Kohlenfeuerung zurück haben...... glueck auf!

Jutta Hoffritz schreibt am 19.09.2007 11:43:

Liebe Potteusen,
was für ein schönes Stück über den Kohlehändler! Das erdet die ganze Debatte über den Kohleausstieg. Gratulation!

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