Dortmund - Zimmer mit Aussicht - oder: Kathedralen der Arbeit II

 Ein Riesenturm aus Granit und eine goldene Statue, die Glück bringt.

Heute ist Montag und das heißt für die meisten: ab ins Büro. Und darum haben wir, in schönem Gegensatz zu unserem gestrigen Tag auf der Zeche Zollern, postindustrielle Architektur auf dem Programm. Wer immer schonmal wissen wollte, was das für ein Turm ist auf der Startseite von Pott2null:

Es ist der Der RWE-Tower in Dortmund. 100 Meter hoch (inklusive Antenne), 1680 Fenster, silber lackiert, Fassade aus anthrazitfarbenem chinesischem Granit. Gebaut wurde das Ganze vom Architekturbüro Gerber; das den Auftrag erhalten hat, für König Fahad die Zentralbibliothek in Riad, Saudi Arabien, in den Wüstensand zu setzen. Man sieht: Die Globalisierung ist unaufhaltsam und die damit im Zusammenhang stehenden ethischen Fragen werden vom Tisch gewischt, wenn es ums Geld geht.

Und weil am Wochenanfang etwas Fortune nicht schaden kann, stellen wir diese goldene Dame vor:  Die Göttin Fortuna. Geschaffen hat sie der Bildhauer Gerhard Marcks. Der ist ein Zeitgenosse von Ernst Barlach und vor allem bekannt geworden für ein anderes Denkmal: Die Bremer Stadtmusikanten.

Die Fortuna steht übrigens vor der Filiale der Deutschen Bundesbank Eurosystem in Dortmund. Und wer sich fragt, was die machen, bekommt bei Ebay eine Antwort: Unter anderem entwerten und schreddern sie Geldscheine. Die gehäckselten Banknoten kann man bei Ebay ersteigern (Mindestgebot: 1 Euro). Aufschrift des Plastikbeutels: „Deutsche Bundesbank Eurosystem - Stabilität sichern. Nur knappes Geld ist gutes Geld“ In diesem Sinne: Sparsames Wirtschaften und viel Glück für die Woche - nicht nur in Dortmund!