Im Ruhrgebiet wird wieder mehr gegründet. Aber die Zahl der Jungunternehmer reicht noch lange nicht aus. Wie wäre es also damit, 2008 endlich mal den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen?
Das Jahr neigt sich dem Ende zu und spätestens Silvester ziehen wir Bilanz. Was hält das neue Jahr für mich bereit, fragen sich die meisten. Was soll so bleiben, was muss ich ändern?
Weitermachen wie bisher? Mindestens mal mit dem Rauchen aufhören? Und überhaupt: der Job. Macht die Aufgabe noch Spaß oder nervt der Chef? Auch für Uni-Absolventen und Berufseinsteiger stellt sich die Frage: Wie sieht die Perspektive aus? Was macht man sinnvollerweise mit dem Rest seines Lebens? Wie wäre es also damit, das Leben einfach mal in die Hand zu nehmen und sein eigenes Ding zu machen?

Passend zu dieser Fragestellung stellt die
IHK Bochum jetzt den
Gründerreport Ruhr vor, der zum Thema ein paar interessante Denkanstöße gibt. Erfasst wird in dem Bericht die Entwicklung der Selbständigkeit in den Bezirken Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Hagen sowie Kommunen im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis und die Emscher-Lippe-Region im Zeitraum zwischen 2005 bis Mitte 2007.
„Während früher vor allem Zulieferbetriebe rund um die Montanindustrie aus der Taufe gehoben wurden, setzt der neue Mittelstand auf Dienstleistungen, HighTech und Kreativbranchen“, erklärt Tillmann Neinhaus, Hauptgeschäftsführer der IHK Bochum.
Um 5,7 Prozent ist die Zahl der Unternehmen in den vergangenen Jahren auf insgesamt rund 254 000 Betriebe gestiegen. Vor allem Dienstleistungen liegen im Trend: Ob Hausmeisterservices oder Krankenfahrdienste, Werbeagenturen oder Finanzberatung - mit einem ordentlichen Zuwachs (plus 520 Unternehmen) erleuchtet vor allem der Bereich Datenverarbeitung und Datenbanken die Statistik der IHK-Bezirke.
Insgesamt krankt das Ruhrgebiet allerdings immer noch an einer im Verhältnis zum Bundesgebiet (11 Prozent) niedrigen Selbständigenquote von 8,7 Prozent. Neinhaus führt das vor allem darauf zurück, dass „das Leitbild des Gründers in unserer Region nicht in den Köpfen verankert ist“.
Hinzu kommt die Zurückhaltung der Banken bei der Finanzierung von Geschäftsideen. „Da muss sich dringend was ändern“, sagt Neinhaus, der aber gleichzeitig feststellt, dass viele Gründer ihre Ideen schlecht verkaufen und – schlimmer noch – schlecht vorbereitet sind. „Business- und Projektpläne, Finanzplanungen und dergleichen sind oft Fehlanzeige“, sagt er.
Hilfestellung soll die neue Einrichtung der
Startercenter NRW bieten. Dabei handelt es sich um Anlaufstellen bei Handels- und Handwerkskammern, die Gründungsinteressierte beraten und beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen helfen, damit der Start ins Unternehmertum auch klappt.
„Selbständigkeit ist auch Selbstverwirklichung“, findet Neinhaus. Und er hat noch weitere Wünsche und Ratschläge auf Lager. Wer mehr wissen will, klickt auf das Dreieck und los geht’s.
sevenload.com Auf unserer Pott2null-
Tour besuchen wir die Macher der Region sowie interessante Orte im Ruhrgebiet - und freuen uns auf Ihre Vorschläge.
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